Evangelisation

weg zeigenFür das Gesprach mit anderen gibt es 2 wichtige Bereiche

1. Seine / Ihre Geschichte
Egal ob du mit einem Freund oder einem Fremden redest: Höre zu! Stelle Fragen über seine Familie, über seine Interessen, was ihn begeistert, was ihm gerade Probleme bereitet und was sein geistlicher Hintergrund ist. Suche zuerst nach Gemeinsamkeiten, dann kannst du auf freundliche Art und Weise deine Geschichte erzählen.

2. Deine Geschichte mit Gott
Sei immer bereit, in ganz normalen Gesprächen deine Geschichte zu erzählen, wie Gott dein Leben verändert hat oder wie er seine Macht an dir gezeigt hat.

In dieser Lektion wirst du lernen, wie das geht
Deine Geschichte wird dir helfen, geistlich interessierte Menschen zu finden, denen du Gottes Geschichte weiter erzählen kannst: Das Angebot, das Gott uns Menschen macht und genauso für dich wie für deinen Gegenüber gilt.

Wozu deine Geschichte mit Gott erzählen?
• deine persönliche Erfahrung kann niemand wegdiskutieren
• zeigt, wie toll Gott ist
• macht Leute neugierig
• Brücke, um danach Gottes Geschichte zu erklären

Wichtig dabei ist
• kurz + knapp (max. 300 Worte / 3 Minuten, besser sogar 1-2 Minuten)
• muss nicht alle Aspekte von deinem Weg zum Glauben an Jesus enthalten
• verständlich reden: kein frommes Vokabular

Gliederung
1. Davor… Etwas negatives aus deinem Leben beschreiben
2. Der Wendepunkt… Wie du dich für Gott entschieden hast bzw. eine Wende geschah
3. Danach… Etwas positives aus deinem Leben beschreiben, wo Gott dich im Vergleich zu vorher verändert hat.

Meine Geschichte mit Gott
Ich bin katholisch aufgewachsen. Ich glaubte immer an Gott. Die Heiligen der kath. Kirche waren für mich Fürsprecher zu denen ich oft betete wenn ich Hilfe brauchte. Zu Gott hatte ich keine persönlichen Bezug, da die Heiligen für mich Fürbitte einlegen sollten. Trotz den Gebeten zu den Heiligen fürchtete ich mich vor dem Tod. Ich wusste nicht, ob ich vor Gott bestehen könnte mit meinem Leben. Ich konnte nicht immer so gerecht leben, wie ich es gerne getan hätte.
Vor 34 Jahren wurde ich zu einem Vortrag eingeladen, wo über Gott gesprochen wurde. Der Redner zeigte auf, dass jeder Mensch durch den Glauben an Jesus Christus wissen kann, das er nach dem Tod zu Gott kommt, weil allein Jesus Christus uns durch die Vergebung aller Sünden gerecht vor Gott machen kann. Weil das mein tiefster Wunsch war, bat ich Jesus Christus im Gebet mir alle meine Sünden zu vergeben und in mein Leben zu kommen als mein Erlöser und Herr.
Nach dieser Entscheidung bekam ich eine Glücksgefühl, wie ich dies vorher noch nie erlebte. Ich wusste, jetzt bin ich mit Gott versöhnt und komme nach dem Tod zu Gott. Nicht weil ich es verdient hätte, sondern weil Gott mit liebt und mich angenommen hat, weil ich ihm mein Vertrauen schenkte. Durch Gottes Hilfe kann ich heute alle Menschen lieben und so leben wie es mir Freude macht.

fünf-fingerGottes Geschichte erzählen anhand von deinen 5 Fingern

Daumen: das Wichtigste Gott mochte dir ein erfülltes Leben schenken. Gott interessiert sich für dich! Er möchte dir ein Geschenk machen. Die Frage ist: Was machst du damit?

Zeigefinger: Wir zeigen auf die Fehler der anderen, aber das Problem liegt bei uns Problem: Wir tun nicht das, was Gott möchte. Es gibt dabei allerdings ein Problem: Sünde. Was ist Sünde? Stehlen, Lügen, Töten… (gegen die 10 Gebote verstossen) ist Sünde. Aber Gottes Standard ist sogar noch höher: Schlecht über jemanden denken ist Sünde. Wenn du etwas Gutes weisst, aber es nicht tust, dann ist es Sünde. Ursprung von aller Sünde: Zu glauben, es besser zu wissen als Gott, ihn zu ignorieren und seine Liebe in Frage zu stellen. Gott sagt, dass wir vollkommen sein müssen. Eine einzige Sünde reicht aus, dass wir nicht mehr in seiner Nähe sein können. Unsere Sünde trennt uns von Gott. Gott wird uns entsprechend unserer Sünde richten.

Mittelfinger ist am längsten: Symbol für das Kreuz, an dem Jesus starb Gottes Lösung: Jesus hat die Strafe für unsere Sünde auf sich genommen. Wie passt das zusammen? Wie kann Gott voller Liebe sein und gleichzeitig der Richter, der Sünde bestraft? Gottes besondere Lösung: Sein Sohn Jesus. Er kam in diese Welt, lebte ein perfektes Leben und hat viele Menschen geheilt. Seine Feinde nahmen ihn gefangen, misshandelten ihn und töteten ihn am Kreuz. Drei Tage später ist er wieder auferstanden. Er hat die Strafe auf sich genommen, sodass wir Vergebung haben können!

Geschichte zur Verdeutlichung Es waren einmal zwei eineiige Zwillinge. Einer von beiden kommt als Jugendlicher auf die falsche Bahn, macht kriminelle Sachen, hat keinen Kontakt zur Familie mehr. Schlisslich wird er zum Mörder: Bei einem Überfall erschiesst er einen, der sich ihm in den Weg stellt. Vor dem Gericht sieht er zum ersten Mal seit Jahrzehnten seinen Bruder wieder: Er ist der Richter! Er freut sich erstmal: „Er ist mein Bruder, er hat mich doch lieb! Er wird mich hier rausholen.“ Es ist ein Land, in dem es die Todesstrafe gibt. Schliesslich verkündigt der Richter (der Bruder) die Strafe: Todesstrafe! Der Zwilling ist wütend: Warum das denn?! Das ist doch nicht liebevoll. Aber der Richter muss sich an die Gesetze halten.
Der verurteilte Zwilling wartet nachts in der Todeszelle. Plötzlich, mitten in der Nacht, öffnet sich die Tür: Sein Zwillingsbruder! Zuerst ist er sauer: „Warum hast du mich zum Tod verurteilt?!“ „Ich kann nicht anders, ich bin gerecht. Aber jetzt hab ich einen Vorschlag für dich: Wir sehen beide gleich aus. Lass uns die Kleider tauschen, ich bleibe hier und du gehst.“ „Okay, super!“ Der Zwilling geht aus dem Gefängnis und feiert die ganze Nacht, weil er so begeistert ist. Irgendwann morgens denkt er: Moment, um 9 Uhr sollte doch die Erschiessung sein. Er geht an die Gefängnismauer und hört plötzlich einen Schuss! Da realisiert er, dass sein Bruder tatsächlich seine Strafe bekommen hat! Er ist ganz verzweifelt, geht zu seinem Haus und findet dort einen Brief von seinem Bruder: „Du bist jetzt frei. Ich habe die Strafe für dich gezahlt. Ich möchte, dass du ab jetzt mein Leben lebst, ehrlich bist und dich daran erinnerst, was ich für dich getan habe.“

Ringfinger: Beziehung mit Gott Gott möchte eine Beziehung mit uns. Gott geht es nicht um religiöse Dinge, sondern: Gott möchte persönlich mit dir in Kontakt sein, mit dir reden und für dich sorgen! Gott möchte dir das Geschenk des ewigen Lebens und einer engen Beziehung mit ihm geben – wir müssen es annehmen.
Wie? Indem ich ihm vertraue und mich entscheide, sein Geschenk anzunehmen. Aber vorher nachdenken: Die Entscheidung hat Konsequenzen (wie das Ja-Wort bei der
Hochzeit). Ich entscheide mich, dass ich mein altes Leben hinter mich lasse und von jetzt an nach Gottes Vorstellungen lebe.

Kleiner Finger: Wachstum ist möglich Der Heilige Geist wird dich unterstützen. Aus unserer eigenen Kraft scheitern wir immer wieder. Gott hat noch viel mehr für dich! Er will dich unterstützen das zu tun, was er möchte. Der Heilige Geist zeigt dir, was du tun sollst, arbeitet an deinen Schwachstellen und hilft dir, ein besserer Mensch zu werden. Andere Menschen mit dem Heiligen Geist können dich unterstützen und trainieren, damit du Gott besser verstehst und tust, was er möchte.

Gott hat seinen Teil bereits getan. Jetzt bist du gefragt
Daumen Wie willst du auf Gottes Liebe reagieren?
Zeigefinger Möchtest du, dass Gott dir alle Sünden vergibt?
Mittelfinger Glaubst du, dass Jesus Christus auch für dich gestorben ist?
Ringfinger Möchtest du eine persönlichen Beziehung zu Gott haben?
Kleiner Finger Bist du bereit in allem nach dem Willen von Jesus Christus zu leben?

Ein mögliches Gebet um Gottes Angebot anzunehmen
Gott Vater im Himmel, ich danke dir, dass ich mit dir reden kann. Ich habe gehört und gemerkt, dass ich nicht so lebe, wie du es möchtest. Das tut mir leid. Jesus Christus, ich danke dir, dass du eine Lösung für mich hast und für mich gestorben bist. Ich nehme dich als Retter und Herrn an. Ich bitte dich um Vergebung meiner Sünde, um das ewige Leben und alle anderen guten Dinge, die du mir geben möchtest. Ich möchte ab jetzt so leben, wie du es möchtest. Bitte hilf mir dabei und fülle mich durch den Heiligen Geist. Amen.

Die Taufe gehört zur Umkehr zu Gott
Jesus Christus befielt alle zu taufen Matthäus 28,19-20
Taufe ist ein sichtbares Zeichen mit Jesus Christus zu sterben, um ganz für ihn zu leben. Römer 6,4
Die Taufe ist ein Teil der Bekehrung Apostelgeschichte 8,35-38
Die Taufe ist ein untertauche ins Wasser Markus 1,9-10
Jeder Jünger von Jesus Christus kann die Taufe vollziehen Apostelgeschichte 8,35-38

Persönliche Fragen vor der Taufe
Glaubst du, dass Jesus Christus für Deine Sünden gestorben und von den Toten auferstanden ist?
Bist du bereit dich von allem zu lösen, was dich hindert allein Jesus Christus zu vertrauen?
Bist du bereit dich zu Jesus Christus zu bekennen und anderen von ihm zu erzählen?
Bist du bereit Jesus Christus treu zu bleiben, auch wenn du verspottet, verfolgt und mit Gefängnis oder Tod bedroht wirst?