Zeugnisse

Auf der Suche nach der Wahrheit

Eine Studentin fragte nach dem Sinn des Lebens. Sie untersuchte die alten philosophischen und theologischen Schriften: Sokrates, Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin. Eine befriedigende Antwort fand sie dort nicht. Die Biografie des Kirchenlehrers Augustinus sprach sie zwar an, konnte ihr aber nicht weiterhelfen. Schließlich öffnete sie sich dem Okkultismus. Doch als ein Medium ihr sagte, dass sie vor 1000 Jahren schon einmal gelebt habe und die Tochter eines griechischen Gottes sei, wandte sie sich auch hier enttäuscht wieder ab. Niemand hatte die Antwort auf ihre brennende Frage: „Wo finde ich die Wahrheit?“

Eines Tages nahm die Studentin die Bibel zur Hand und begann zu lesen. Und da erhielt sie die Antwort, nach der sie so lange gesucht hatte. Sie las von Menschen mit denselben Fragen wie sie und von den Antworten, die Gott gegeben hatte. Und dann begann sie, zum Herrn Jesus Christus zu beten. Später sagte sie: „Mir ist klar geworden, dass ich die Wahrheit in der Bibel finde – dass Jesus selbst die Wahrheit und das Leben ist und der Weg, der zum Himmel führt Johannes 14,6). Ich habe erfahren, dass es genügt, an Christus zu glauben, um wirklich frei zu werden. Jetzt bin ich sehr glücklich.

“ Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens“ Johannes 6,68 „Weil die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, so gefiel es Gott wohl, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu erretten.“ 1. Korinther 1,21 „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns … voller Gnade und Wahrheit.“ „Die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“  Johannes 1,14.17

Dimitri war Prediger in Rumänien. Wegen seines Glaubens an Christus warfen ihn die Kommunisten ins Gefängnis. Dort schlug ihm ein grausamer Wärter mit einem Hammer immer wieder auf die Wirbelsäule. Dimitri wurde querschnittsgelähmt und konnte nicht einmal mehr die Arme bewegen. Jahrelang lag er dann in seiner Zelle, ohne ordentlich gepflegt und versorgt zu werden. Seine Gefährten waren ja draußen und hatten Zwangsarbeit zu verrichten.

Als im Jahr 1989 die politische Wende kam, wurde auch Dimitri frei und konnte zu seiner Familie zurückkehren. – Eines Tages klopfte es, und der Kommunist, der die Gesundheit Dimitris zerstört hatte, stand vor der Tür. Er sagte: „Glauben Sie nicht, dass ich gekommen bin, um Sie um Vergebung zu bitten. Für das, was ich getan habe, gibt es keine Vergebung, weder auf der Erde noch im Himmel. Sie sind auch nicht der Einzige, den ich so gefoltert habe. Sie können mir nicht vergeben; niemand kann mir vergeben – auch Gott nicht. Mein Verbrechen ist zu groß. Ich bin nur gekommen, um Ihnen zu sagen, wie leid mir das tut, was ich getan habe.“

Dimitri erwiderte: „In all den Jahren habe ich nie so sehr wie heute bedauert, dass ich meine Arme nicht mehr bewegen kann. Ich würde sie gern ausstrecken und Sie umarmen. Seit Jahren habe ich jeden Tag für Sie gebetet. Ich liebe Sie von ganzem Herzen. Ich habe Ihnen vergeben!“

In einem Sinn hatte der Kommunist allerdings recht: Die Kraft, sogar unseren schlimmsten Feinden zu vergeben, können wir von uns aus gar nicht aufbringen. Aber wir können diese Kraft empfangen, wenn wir selbst die Vergebung Gottes erfahren haben.

Jesus erzählt im Lukas-Evangelium, Kapitel 15 eine ähnliche Geschichte: Hier ein Auszug ab Vers 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. 19 Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße; mache mich einem deiner Tagelöhner gleich! 20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn, und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn heiße. 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine Füße 23 und bringt das gemästete Kalb und schlachtet’s; lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein.