Gedichte

vertrauDER GOLDNE FADEN
Gott sitzt am Webstuhl meines Lebens und seine Hand die Fäden hält,
er schafft und wirket nicht vergebens, wenn ihm ein Muster wohlgefällt.

Mir will es manchmal seltsam dünken, wie er die Fäden so verwirrt,
doch niemals seine Arme sinken, wenn er das Weberschifflein führt.

Manch rauhe Fäden lässt er gleiten durch seine liebe Vaterhand,
er weiss aus allem zu bereiten für mich des Himmels Lichtgewand.

Auch dunkle Fäden eingebunden flicht er in das Gewebe ein,
das sind des Lebens trübe Stunden – dann schweige ich und harre sein.

Und stille ich am Webstuhl stehe, wenn er auch rauhe Fäden spinnt,
den goldnen Faden ich nur sehe und freu mich dessen wie ein Kind.

Denn, ob es helle oder trübe, aus allem leuchtet doch hervor:
der goldne Faden seiner Liebe, die mich zu seinem Kind erkor.

(Verfasser unbekannt)

wachetGOTT IST DA
Im Dunkel deiner Vergangenheit. In der Enttäuschung deines Lebens.
In den Wunden deiner Kämpfe. Im Schmerz deines Versagens. Gott ist da!

In den Schatten deiner Angst. In den Grenzen deiner Begabung.
In der Ungewissheit deiner Zukunft. Gott ist da!

In die Weite deiner Hoffnungen. In die Tiefe deines Herzens.
In die Sehnsucht deiner Liebe. In die Schwachheit deines Betens. Gott ist da!

(Verfasser unbekannt)

segneGOTT, DU BIST SO GUT
Du hast dich meiner angenommen, du liebst mich, du bist immer für mich da,
du passt immer auf mich auf, du nimmst mich so wie ich bin.

Du vergibst mir meine Sünden, du begegnest mir in deinem Wort,
in der Gemeinde, und in meinem Nächsten.

Du hast soviel Geduld mit mir, du zeigst mir liebevoll meine Fehler,
du gibst mir Menschen, die mich lieben, du gibst mir Hoffnung, du machst mich frei.

Du bist so gross, ich kann dich nicht fassen,
ich will dich loben, ich will dich preisen, ich will dich lieben, und anderen von dir erzählen.

(Verfasser unbekannt)

sorgt um nichtsDU BIST HOFFNUNG
Du bist Hoffnung, du bist Licht. Du gibst mir Mut und Zuversicht.
Du bist Trost und du bist Kraft. Du bist, was einen neuen Menschen aus mir macht.

Du bist Schutz, du bist in meinem Leben. Nur du kannst meine Schuld vergeben.
Du bist Waffe und Schild zugleich. Du bist König und unendlich ist dein Reich.

Du gibst Halt, du fängst mich auf. Du bist bei mir, wenn ich dich brauch.
Du bist Wahrheit, Wunder und Heiliger Geist. Du bist außerhalb von Raum und Zeit.

(Verfasser unbekannt)

SIEG
Wenn du vergessen oder vernachlässigt wirst, wenn man dich mit Fleiß zurückstellt, und du beugst dich darunter und dankst dem Herrn in deinem Herzen für die Beleidigungen und Demütigungen – das ist Sieg.

Wenn das Gute, das du tust oder beabsichtigst, verlästert wird, wenn deine Wünsche durchkreuzt werden, wenn man deinem Geschmack zuwiderhandelt, deinen Rat verschmäht, deine Ansichten lächerlich macht, und du nimmst alles still in Liebe und Geduld an – das ist Sieg.

Wenn dir jede Nahrung recht ist, wenn du auch mit jeder Kleidung, jedem Klima, jeder Gesellschaft und Lebensstellung, jeder Vereinsamung, in die der Herr dich führt, zufrieden bist – das ist Sieg.

Wenn du jede Mißstimmung bei anderen,  jede Beschwerde, jede Unregelmäßigkeit und Unpünktlichkeit, an der du nicht schuld bist, zwar nicht gutheißest, aber ertragen kannst, ohne dich zu ärgern – das ist Sieg.

Wenn du jeder Torheit, jeder Eigenwilligkeit, auch geistlicher Gefühllosigkeit, jedem Widerspruch von Sündern, jeder Verfolgung begegnen kannst und es alles ertragen kannst, wie Jesus es ertragen hat – das ist Sieg.

Wenn es dir nie daran liegt, weder dich selbst noch deine Werke im Gespräch in Erwähnung zu bringen oder nach Empfehlungen auszuschauen, wenn es dir in Wahrheit recht ist, unbekannt zu bleiben – das ist Sieg.

( Johannes E. Gossner)

DIES IST DER TAG
Dies ist der Tag, den Gott gemacht; Sein werd in aller Welt gedacht!
Ihn preise, was durch Jesus Christ im Himmel und auf Erden ist!

Die Völker haben dein geharrt, bis dass die Zeit erfüllet ward;
Da sandte Gott von seinem Thron, das Heil der Welt, dich, seinen Sohn.

Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still;
Er betet an, und er ermisst, daß Gottes Lieb unendlich ist.

Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt.
Nimmst selbst an unserer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil.

Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst,
Auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Messias, bet ich an.

Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt;
Und Erde die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herr, ein neues Lied!

Dies ist der Tag, den Gott gemacht; Sein werd in aller Welt gedacht!
Ihn preise, was durch Jesus Christ, im Himmel und auf Erden ist!

Ich wünsche dir einen schönen Tag mit dem Bewusstsein, dass Jesus immer bei dir ist und dich auf guten Wegen leitet. Behüt dich Gott!

(Christian Fürchtegott Gellert)

NIE EINEN FEHLER
Erscheinen mir die Wege Gottes seltsam, rätselhaft und schwer,
und gehen meine Wünsche still unter im Sorgenmeer.
Will trüb und schwer der Tag mir scheinen, der mir nur Qual und Schmerz gebracht,
dann will ich mich auf eins besinnen, dass Gott nie einen Fehler macht.

Wenn über ungelöste Fragen mein Herz verzweiflungsvoll erbebt,
an Gottes Liebe will verzagen, weil sich der Unverstand erhebt:
Dann will ich all mein müdes Sehnen, in Gottes gnädige Hände legen,
und mir sagen unter Tränen, dass Gott nie einen Fehler macht.

Drum still mein Herz und lass vergehen, was irdisch und vergänglich heisst,
im Lichte droben wirst du sehen, dass gut die Wege, die er weist.
Und müsstes du dein Liebstes missen, und ging’s durch kalte, finstere Nacht,
dann halte fest am sel’gen Wissen, dass Gott nie einen Fehler macht.

(Von einem in Stalingrad gefallenen Soldaten)

BEDINGUNGSLOSE LIEBE
Es gibt bedingungslose Liebe, die alles trägt und nie vergeht,
und unerschütterliche Hoffnung, die jeden Test der Zeit besteht.
Es gibt ein Licht, das uns den Weg weist, auch wenn wir jetzt nicht alles sehn.
Es gibt Gewissheit unsres Glaubens, auch wenn wir manches nicht verstehn.

Es gibt Versöhnung selbst für Feinde und echten Frieden nach dem Streit,
Vergebung für die schlimmsten Sünden, ein neuer Anfang jederzeit.
Es gibt ein ew’ges Reich des Friedens. In unsrer Mitte lebt es schon:
ein Stück vom Himmel hier auf Erden in Jesus Christus, Gottes Sohn.

Er ist das Zentrum der Geschichte, er ist der Anker in der Zeit.
Er ist der Ursprung allen Lebens und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.

Es gibt die wunderbare Heilung, die letzte Rettung in der Not.
Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden, ewiges Leben nach dem Tod.
Es gibt Gerechtigkeit für alle, für uns’re Treue ew’gen Lohn.
Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer mit Jesus Christus, Gottes Sohn.

(Albert Frey)

WEISST DU DEN WEG AUCH NICHT
Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl,
das macht die Seele still und friedevoll.
Ist`s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh,
dass ängstlich schlägt mein Herz sei`s spät, sei`s früh.

Du weisst den Weg ja doch, du weisst die Zeit,
dein Plan ist fertig schon und liegt bereit.
Ich preise dich für deiner Liebe Macht,
ich rühm die Gnade die mir Heil gebracht.

Du weisst, woher der Wind so stürmisch weht,
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät.
drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug.
Du weisst den Weg für mich, das ist genug.

(Hedwig v. Redern)

JESUS IST DA
Im Dunkel deiner Vergangenheit. In der Enttäuschung deines Lebens.
In den Wunden deiner Kämpfe. Im Schmerz deines Versagens. Jesus ist da!

In den Schatten deiner Angst. In den Grenzen deiner Begabung.
In der Ungewissheit deiner Zukunft. Jesus ist da!

In die Weite deiner Hoffnungen. In die Tiefe deines Herzens.
In die Sehnsucht deiner Liebe. In die Schwachheit deines Betens. Jesus ist da!

(Verfasser unbekannt)

GOTT, DU BIST SO GUT
Du hast dich meiner angenommen, du liebst mich, du bist immer für mich da,
du passt immer auf mich auf, du nimmst mich so wie ich bin.

Du vergibst mir meine Sünden, du begegnest mir in deinem Wort,
in der Gemeinde, und in meinem Nächsten.

Du hast soviel Geduld mit mir, du zeigst mir liebevoll meine Fehler, du gibst mir Menschen,
die mich lieben, du gibst mir Hoffnung, du machst mich frei.

Du bist so gross, ich kann dich nicht fassen, ich will dich loben, ich will dich preisen,
ich will dich lieben, und anderen von dir erzählen.

(Verfasser unbekannt)


IN DEINEM LICHT
In deinem Licht siehst du mich, hast mich erkannt, bei meinem Namen genannt.
Du kennst mein Herz, Dank und Schmerz, es liegt vor dir offen Herr.

Mein ganzes sein, tagaus, tagein, ergibt nur Sinn, wenn ich nicht jemand andres bin.
Wie du mich siehst und was du in mir liebst, das will ich sein und nur das allein.

Darum geb ich hin was ich will und bin lasse los und bete an.
Denn dein Ja zu mir, macht mich frei vor mir, einfach nur für dich zu sein.

(Verfasser unbekannt)

DEIN PLATZ
Nimm täglich hin, aus Gottes Hand, den Platz, den er dir zugedacht.
Es ist nicht gleich, ob du dort stehst, denn gerade dich braucht er dazu.

Bleib auf dem Platz, den Gott dir gab, und halte da in Treue aus.
Ist es ein Kreuz, steig nicht herab, ist es ein Leid, weich ihm nicht aus.

Blick auch nicht seufzend rechts und links, auch wenn er verborgen irdisch klein.
Auf dem Platz, den Gott dir gab, will er durch dich gepriesen sein.

(Verfasser unbekannt)

GUT, DASS WIR EINANDER HABEN
Gut, dass wir einander haben, gut, daß wir einander sehn.
Sorgen, Freude, Kräfte teilen und auf einem Wege gehn.
Gut, daß wir nicht uns nur haben, daß der Kreis sich niemals schließt
und daß Gott, von dem wir reden, hier in unsrer Mitte ist.

Keiner, der nur immer redet; keiner, der nur immer hört.
Jedes Schweigen, jedes Hören, jedes Wort hat seinen Wert.
Keiner widerspricht nur immer; keiner paßt sich immer an.
Und wir lernen, wir man streiten und sich dennoch lieben kann.

Keiner, der nur immer jubelt; Keiner, der nur immer weint.
Oft schon hat uns Gott in unsrer Freude, unsrem Schmerz vereint.
Keiner trägt nur immer andre; keiner ist nur immer Last.
Jedem wurde schon geholfen; Jeder hat schon angefaßt.

Keiner ist nur immer schwach, und keiner hat für alles Kraft.
Jeder kann mit Gottes Gaben das tun, was kein andrer schafft.
Keiner, der noch alles braucht, und keiner, der schon alles hat.
Jeder lebt von allen andern; Jeder macht die andern satt.

(von Manfred Siebold)

WEIL DU HERR JESUS CHRISTUS
Weil du mich kennst, kann ich ruhn. Weil du mich liebst, kann ich tun.
Weil du mich hörst, kann ich sagen. Weil du mich trägst, kann ich ertragen.

Weil du vergibst, kann ich vergeben. Weil du gestorben bist, kann ich leben.
Weil du befreist, kann ich bestehn. Weil du der Weg bist, kann ich gehn.

Weil du hilfst, muss ich nicht verzagen. Weil du gibst, darf ich wagen.
Weil du gesühnt hast, bin ich rein. Weil du mich sendest, will ich Bote sein.

(Verfasser unbekannt)

GOTT SEGNE DICH
Der lebendige Gott erfülle dein Leben mit seiner Kraft.
Er schenke dir, was du dir selber nicht geben kannst:
Dass du entbehren kannst, ohne hart zu werden,
dass du leiden kannst, ohne zu zerbrechen,
dass du Niederlagen hinnehmen kannst, ohne dich aufzugeben,
dass du schuldig werden kannst, ohne dich zu verachten,
dass du mit Unbeantwortbarem leben kannst, ohne die Hoffnung zu verlieren.

Der Gott, der dich liebt, lasse zu deiner Erfahrung werden, was er dir zugesagt hat:
Bei dir zu sein in Angst und Unsicherheit,
zu dir zu stehen in Ausweglosigkeit und Verlassenheit,
dich zu trösten, wenn du bekümmert bist, deine Bedürftigkeit zu Herzen nehmen,
was immer auf dir lastet. So segne dich der allmächtige Gott. Amen.

(Verfasser unbekannt)

Weil Jesus lebt

Gott liebte uns, er sandte Jesus,
in ihm kein Mensch verloren geht.
Er starb für mich, er hat die Schuld vergeben,
das leere Grab ist ein Beweis, dass Jesus lebt.

Weil Jesus lebt, fasse ich Vertrauen.
Weil Jesus lebt, weicht alle Angst.
Er steht mir bei, denn ihm gehört die Zukunft.
Ich fühle mich geborgen,
weil er wirklich lebt.

Weil Jesus lebt, lebe ich auch morgen,
weil Jesus lebt, fürchte ich mich nicht.
Jesu, ich weiß, ich weiß, du kennst die Zukunft,
mein Leben hat nur Wert, weil du mein Heiland lebst.

Und wenn auch ich die Welt verlasse,
mein Stund auf Erd vorübergeht,
dann wird der Tod durch den Sieg verschlungen,
dann seh ich Jesu Angesicht in Herrlichkeit.

(Verfasser unbekannt)